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„Recruiting ist Chefsache“

Wie gewinnt ein mittelständisches Industrieunternehmen Fachkräfte? Was macht ein Unternehmen wirklich attraktiv? Und wie gelingt es, ein Familienunternehmen über Generationen hinweg erfolgreich weiterzuentwickeln? Dieser Frage geht Geschäftsführer Mathis Menzel im Podcast „Recruiting ist Chefsache" von Jan Randy nach.

Podcast Employer Branding

Das Gespräch gibt spannende Einblicke in die Geschichte eines fast 100-jährigen Familienunternehmens von den Anfängen des Familienunternehmens bis hin zum modernen Industrieunternehmen mit internationalen Kunden, mehreren Standorten und einem klaren Fokus auf Mitarbeiterentwicklung, Ausbildung und Unternehmenskultur.

Viele Unternehmen reden über Teamgeist. Bei Menzel Elektromotoren lässt er sich messen. Zahlreiche Fach- und Führungskräfte haben hier ihre Ausbildung begonnen und sind dem Unternehmen bis heute treu geblieben. Dass „keiner den anderen hängen lässt", zeigt sich im Arbeitsalltag ebenso wie bei internationalen Projekten, bei der Einarbeitung neuer Kollegen oder in der langjährigen Verbundenheit vieler Mitarbeitende mit dem Unternehmen. Für Mathis Menzel ist das Miteinander, das auch unter Druck trägt, keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen von der Einstellungspolitik bis zur täglichen Führungsarbeit.

Mitarbeitende gestalten mit

Ein Beispiel wirkt im Podcast besonders eindrücklich. Als Menzel Elektromotoren den Neubau des modernen Werks in Hennigsdorf plante, wurden die Mitarbeitenden aktiv in die Standortentscheidung einbezogen. Über 80 Prozent sprachen sich für den heutigen Standort aus. Das klingt nach einer kleinen Abstimmung, ist aber eine tiefgehende Haltung. Wer Menschen fragt, bevor er entscheidet, signalisiert: „Eure Meinung zählt. Eure Wege zur Arbeit zählen. Euer Leben außerhalb des Unternehmens zählt“. Das neue Werk selbst spiegelt diese Haltung wider. Helle Arbeitsbereiche, großzügige Aufenthaltsräume, Außenterrassen – hier wird nicht nur produziert, sondern auch gelebt.

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Mathis Menzel, Geschäftsführer 

So fasst Mathis Menzel zusammen, wie Menzel Elektromotoren heute Fachkräfte gewinnt. Keine aufwendigen Kampagnen, kein leeres Employer Branding, sondern Mitarbeitende, die ihr Unternehmen weiterempfehlen, weil sie selbst überzeugt sind. Dieser Ansatz funktioniert, weil er ehrlich ist. Wer zufrieden ist, spricht darüber. Wer Freunde und Bekannte ins eigene Unternehmen holt, übernimmt damit auch Verantwortung und tut das nur, wenn er selbst hinter dem Unternehmen steht. Recruiting durch Vertrauen statt durch Reichweite.

Ausbildung: Investition mit langer Halbwertszeit 

Wer bei MENZEL anfängt zu lernen, fängt an zu bleiben. Das Unternehmen investiert seit vielen Jahren gezielt in die Ausbildung junger Menschen mit dem Ziel, langfristig Fachkräfte heranzuziehen, die das Unternehmen wirklich kennen und mitgestalten. Auszubildende lernen verschiedene Unternehmensbereiche kennen, arbeiten an unterschiedlichen Standorten und werden früh in echte Aufgaben eingebunden. Dass viele von ihnen heute Führungsverantwortung tragen, ist das beste Zeugnis für diesen Weg. Besonders konsequent: auf Ausbildungsmessen und in Schulen treten häufig junge Mitarbeitende auf. „Mit jemandem, der erst vor wenigen Jahren selbst die Ausbildung abgeschlossen hat, können sich junge Menschen viel besser identifizieren", sagt Mathis Menzel. Authentischer geht es kaum.

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Erfolg gehört allen 

Am Ende des Gesprächs wird ein Prinzip deutlich, das sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensphilosophie zieht. Erfolg entsteht gemeinsam und wird auch gemeinsam geteilt. Die jährliche Erfolgsprämie bei MENZEL wird unabhängig von Position oder Hierarchieebene an alle Mitarbeitende gleichermaßen ausgezahlt. Ob in der Produktion, in der Werkstatt oder in der Führungsebene, wer zum Unternehmenserfolg beiträgt, profitiert davon. Ohne Abstufung, ohne Ausnahme. „Unser Ziel ist es, ein attraktives Unternehmen für Kunden und Arbeitnehmer zu sein".