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40 Jahre MENZEL – Wir gratulieren unserem Fertigungsleiter Thomas Dobratz

Vom Reparaturbetrieb „mit bisschen viel Schmutz“ – damals war Wartung der lokalen Berliner Industrie noch ein wichtiges Standbein – hin zum internationalen Motorlieferanten mit Potenzial nach oben - so beschreibt Fertigungsleiter Thomas Dobratz die Entwicklung der Menzel Elektromotoren GmbH in den letzten 40 Jahren. Und so lange ist der 55-Jährige bereits Teil des Familienunternehmens – was, so sagt er selbst, immer aufregend war. Am 1. September 2022 feiert er dieses besondere Jubiläum.

Sowohl sein Vater als auch zwei seiner Onkel arbeiteten bereits für den Betrieb, als sich Thomas Dobratz 1980 zum ersten Mal in den Schulferien mit Aushilfsarbeiten bei MENZEL ein bisschen Taschengeld dazu verdiente. Dass er zwei Jahre später hier seine Ausbildung beginnen würde, war aber nicht direkt klar. Seinem Traumberuf Polizist stand eigentlich nichts im Wege: Dobratz hatte alle Eingangstest bestanden, jedoch keine Lust auf ein Jahr Kaserne, die er hätte absolvieren müssen. Also ließ er sich doch für die Ausbildung zum Elektromaschinenbauer, die sich heute Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik nennt, bei MENZEL begeistern.

Am Anfang erstmal Schmutz und Stress 

Der erste Ausbildungstag ist Dobratz immer noch gut in Erinnerung: Es erwarteten ihn viel Staub, Schmutz und der Reparaturmotor eines Kunden aus der Lebensmittelindustrie, der noch voller Fleischreste hing. „Also es war schon extrem stressig und ich dachte: Was hast du dir da ausgesucht? Am zweiten Tag aber wartete schon die erste spannende Aufgabe auf mich, da durfte ich schon Spulen wickeln.“ 

Das Wickeln von Motoren schien dem Lehrling besonders zu liegen. Kurt Menzel, Sohn des Firmengründers und damals bereits in der Geschäftsleitung tätig, erinnert sich: „Ich war damals neu in der Ausbildung der Azubis und Herr Dobratz bekam von mir das eigentlich viel zu schwierige Gesellenstück der Wicklung eines Gleichstrommotors. Das würde man heute niemals einem Azubi zutrauen. Thomas Dobratz hat dieses Gesellenstück zwar sicherlich leise fluchend, aber tadellos abgegeben. Ob er es mir noch nachträgt, weiß ich nicht…“.  Wohl kaum, wenn man hört, wie Dobratz über die Familie Menzel spricht und das besondere Klima bei dem Elektromaschinenbauer, der inzwischen in der dritten Generation von Mathis Menzel geleitet wird: „Es war halt immer sehr familiär und wenn man Probleme hatte, konnte man zur Geschäftsführung gehen und hat Hilfe bekommen.“ Dieses besondere Arbeitsumfeld mache bis heute Spaß. 

Ein Grund zu bleiben: Familienbetrieb mit Herz, Entwicklungsperspektiven und Dauerspannung

Der familiäre Geist von Menzel Elektromotoren hat sich seit Gründung 1927 nicht verändert. Das Unternehmen durchlief jedoch allemal einen Umschwung: Aufgrund der jahrelangen Insellage von Berlin war MENZEL bis zur Maueröffnung auch für die Wartung und Reparatur von Bahnmotoren und Herstellung von Transformatoren gefragt. Heute konzentriert sich das Unternehmen jedoch auf die Herstellung und Lieferung von großen maßgeschneiderten Motoren, die in der ganzen Welt zum Einsatz kommen. Mit dieser Entwicklung hin zu einem international anerkannten Motorlieferanten haben sich auch die Ausbildungsbedingungen deutlich verbessert. Die Lehrinhalte sind jedoch im Wesentlichen heute wie damals – so Dobratz, der mittlerweile den gesamten Fertigungsprozess bei Menzel Elektromotoren leitet. Zu dieser wichtigen Führungsposition sei er durch viel Engagement und Willen, sich weiterzuentwickeln, gekommen – und „viel Engagement“ ist auch sein Rat an die jüngere Generation. Die Firma ist nämlich auf Wachstumskurs und sucht ständig motivierten Nachwuchs. 

Mit dem Wachstum steht auch eine weitere Veränderung sprichwörtlich ins Haus: Das Traditionsunternehmen wird nächstes Jahr seinen Hauptsitz nach Hennigsdorf verlegen und in ein modernes Werk auf 24.000 qm2 ziehen. Das neue Areal wird der gesteigerten Auftragslage gerecht werden und Kundenwünsche können dann noch besser umgesetzt werden. Auch wenn Umziehen meistens auch ein Stück Stress bedeutet: Der Jubilar Thomas Dobratz freut sich auf diese Perspektive und ein weiteres Jahrzehnt bei und mit Menzel. Denn eines steht fest: Langweilig wird es nie! Und das ist auch der Grund, warum er nach all den Jahren noch gerne dabei ist. 

40 Jahre dabei, und nun? 

Den Blick nach vorne gerichtet wünscht Dobratz dem Unternehmen „auch für die Zukunft immer menschlich zu sein.“ Ansonsten steht eines Tages noch das Finden einer guten Nachfolge auf seinem Zettel. Wir, die Kolleginnen und Kollegen, möchten daran noch gar nicht denken und freuen uns nun erst einmal auf viele weitere Jahre mit unserem geschätzten Kollegen, Freund und Vorbild.

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, Thomas Dobratz! 

Werksleiter Thomas Dobratz erhält Jubiläums-Torte
Werksleiter Thomas Dobratz mit unserem Azubi Elektroniker
Werksleiter Thomas Dobratz in seinem Büro bei MENZEL
Werksleiter Thomas Dobratz bei einer Projektbesprechung mit Kollegen
Kollegen montieren einen großen 7900kW 5500V Käfigläufermotor